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Inkontinenz - Was ist das?

In Deutschland leiden ca. 6-7 Millionen Menschen unter unfreiwilligem Harn- oder Stuhlabgang.
Diese Harn- bzw. Stuhlinkontinenz-Erkrankungen sind leider auch heutzutage noch ein Tabuthema in unserer Gesellschaft. So stellen die unterschiedlichen Formen der Harn- und Stuhlinkontinenz für die Betroffenen nicht nur ein medizinisches Problem, sondern auch eine erhebliche seelische Belastung dar. Auch das sexuelle Erleben kann beeinträchtigt sein.
Nur etwa ein Drittel der Betroffenen sprechen mit dem Arzt über ihre Erkrankung. Sie haben Angst, dass andere “etwas riechen” und ziehen sich von Bekannten und Freunden zurück.
Das ist besonders bedauerlich, da es viele Behandlungsmöglichkeiten gibt, die zur Heilung beitragen oder wenigstens zur Wiederherstellung einer angemessenen Lebensqualität führen.

Wie entsteht Inkontinenz?

Meist lässt sich die Entstehung von Inkontinenz auf mehrere Faktoren zurückführen. Bei Frauen zählen eine muskuläre Schwäche des Beckenbodens und des Harnblasenschließmuskels, gepaart mit einem durch die Wechseljahre bedingten Hormonmangel zu den häufigsten Ursachen. Dies kann verstärkt werden durch mehrere Geburten und Übergewicht. Beim Mann tritt eine Inkontinenz eher nach großen Bauchoperationen, z.B. nach einer Prostataentfernung auf. Sowohl bei Frauen als auch bei Männern gibt es aber auch noch eine Reihe von neurologischen Erkrankungen, die die Blase beeinträchtigen.